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Einführung in die digitale Transformation: (6) Auswirkungen auf die Organisation?

Der digitale Wandel wirkt sich nicht nur auf Einzelpersonen, sondern auch auf Unternehmen aus.


Giandomenico Rivetti, Lars Dittmann


Blog-Beitrag bei Axcel-Partners:

https://axcelpartners.co/fr/portfolio/introduction-to-digital-transformation-6-impact-on-the-organization/


In dieser Artikelserie haben wir den Unterschied zwischen traditionellen und modernen Geschäftsmodellen erörtert. Bei traditionellen Geschäftsmodellen bieten die Hersteller ihre Produkte an, um die Bedürfnisse der Kunden zu befriedigen, während moderne Geschäftsmodelle von den Bedürfnissen der Kunden ausgehen. Die Organisationsstruktur in traditionellen und modernen Geschäftsmodellen ist unterschiedlich. Noch wichtiger ist jedoch der Unterschied in der Unternehmenskultur, die als eine Reihe gemeinsamer Werte, Ziele, Einstellungen und Praktiken definiert ist, die eine Organisation kennzeichnen. Werfen wir einen Blick auf zwei extreme Organisationsphilosophien


Streng hierarchische Organisationen


Um die kulturellen Unterschiede zwischen Unternehmen mit traditionellen und modernen Geschäftsmodellen hervorzuheben, beschreiben wir die unterschiedlichen Architekturen der jeweiligen Organisationen. Die traditionelle Organisation ist hierarchisch und auf Gewinn ausgerichtet. Struktur und Autorität haben Vorrang vor der Kultur. Der Führungsstil basiert auf Befehl und Kontrolle. Der Chef leitet das Team und belohnt individuelle Leistungen. Es gibt organisatorische Silos mit geringem Informationsfluss von einem Teil der Organisation zum anderen. Die Belegschaft ist auf ihren Platz festgelegt und funktioniert gut. Man kann sie als statisch und effizient bezeichnen. Wir dürfen nicht vergessen, dass diese Organisationen vielen Unternehmen viele Jahre und Jahrzehnte lang gute Dienste geleistet haben. Es ist das sich verändernde geschäftliche, soziale und technologische Umfeld, das die bestehenden Strukturen in Frage stellt.


Reine Netzwerkorganisationen


Die reine Netzwerkorganisation ist das andere Extrem des Spektrums. Sie dient modernen Geschäftsmodellen und ist zweckorientiert. Kultur und persönliche Eignung stehen an erster Stelle. Eine Person kann bei einer Aufgabe Projektleiter und Führungskraft sein, während sie bei der nächsten Aufgabe ein normales Teammitglied ist - oder vielleicht erhält diese Person eine Rolle als Coach oder technischer Experte. Die Rollen wechseln ständig, während sich die Aufgaben ändern. Der Führungsstil basiert auf Zusammenarbeit, "Just-do-it"-Ansatz, Coaching und schneller Anpassung des Gelernten. Die Menschen sind durch Netzwerke miteinander verbunden und tauschen transparent Informationen aus, um die Aufgaben zu erledigen. Die Belegschaft ist dynamisch, und globale Talente werden auf Abruf und ohne Grenzen eingesetzt. Sie kann als agil und effektiv bezeichnet werden. Der Vorteil der Netzwerkorganisation ist die Fähigkeit, neue Dinge zu erreichen - Stichwort Effektivität. Die Herausforderung besteht darin, dass der beste Preis für die Lösung nicht garantiert ist. Dies spielt jedoch keine Rolle, wenn die Lösung aus dem Kundenbedarf abgeleitet ist und der wahrgenommene Wert auf dem Markt eine Premiumpositionierung darstellt, da die Wahrnehmung als Nummer eins eine erstklassige Preisgestaltung ermöglicht. Reine Netzwerk-Organisationen sind auch gut darin, sich zu verändern und anzupassen.


Fazit


Für Unternehmen mit traditionellen Geschäftsmodellen bedeutet eine Umstellung, dass sich auch die Organisation ändert. Ein moderneres Geschäftsmodell erfordert weniger Hierarchie und mehr Vernetzung. Tatsächlich stellen die meisten Unternehmen jedoch eine Mischung aus beiden Welten dar. Je nach gewähltem Transformationsmodell müssen die Unternehmen das richtige Gleichgewicht zwischen den beiden Extremen finden. Unsere Empfehlung ist, die Gründe für die verschiedenen Modelle zu kennen und zu verstehen - das ist der erste Schritt, um die richtige Kalibrierung zu finden.




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