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Einführung in die digitale Transformation: (2) Das Why, What und How der Transformation

Erkennen, wie man den Kunden mit Hilfe digitaler Technologien besser bedienen kann, treibt die Transformation voran.


Giandomenico Rivetti, Lars Dittmann


Blog-Beitrag bei Axcel-Partners:

https://axcelpartners.co/fr/portfolio/introduction-to-digital-transformation-2-the-why-what-and-how-of-moving-toward-modern-business-models/


In unserem ersten Artikel dieser Reihe haben wir den Unterschied zwischen traditionellen und modernen Geschäftsmodellen erörtert. In traditionellen Strukturen setzen die Hersteller ihre Vermögenswerte ein, um die Bedürfnisse der Kunden zu befriedigen, während moderne Geschäftsmodelle von den Bedürfnissen der Kunden ausgehen. Dieser Artikel richtet sich an die Unternehmen, die nach traditionellen Modellen mit zentral gesteuerten Hierarchien und einem starken Fokus auf EBITA (Gewinn) als wichtigstem KPI arbeiten. Warum sollten sie sich auf den Weg zu einem modernen Geschäftsmodell machen? Wie können sie vorgehen? Und welche Werkzeuge erwecken das Geschäftsmodell zum Leben?


Why –Warum zu einem modernen Geschäftsmodell übergehen?


Nun, die Antwort ist einfach: Das Ziel ist es, schneller zu wachsen und die Rentabilität zu verbessern. Wenn man sich die großen Internet-Giganten wie Google, Apple, Facebook und Amazon ansieht, scheint diese Antwort ein Kinderspiel zu sein. Aber lassen Sie uns ein wenig vorsichtig sein, denn wie das bekannte Sprichwort sagt: Schuster, bleib bei deinen Leisten. Das bedeutet, dass es immer jemanden gibt, der reicher und erfolgreicher ist. Wenn der Schuster nur seinem Ehrgeiz und seiner Gier folgt, wird er seine Kompetenzen verlieren. Die Chancen, sich durchzusetzen, sind gering. Er sollte lieber auf sein Wissen über die Herstellung von Schuhen bauen und mit der gegebenen Größe und dem Gewinn auf seinem Markt zufrieden sein. Nun ja, die meisten Schuster wurden von den industriellen Schuhmachern aus dem Markt gedrängt. Die Vogel-Strauß-Politik ist also nicht zu empfehlen. Wir denken, dass ein Blick auf moderne Geschäftsmodelle des Untertyps "Usage Modell" am überzeugendsten ist (vgl. Artikel Nr. 1 dieser Reihe). Hier finden wir Unternehmen wie Ikea und Zara im B2C-Bereich oder Hilti im B2B-Bereich. Diese Unternehmen stehen in direktem Wettbewerb mit traditionellen Unternehmen, die ihr Set-up nicht auf digitalen Technologien aufbauen. Da alle erfolgreichen Veränderungen mit der Antwort auf die Frage nach dem "Warum" beginnen, empfehlen wir, alle Ihre Stakeholder zu betrachten, um diese dringende Frage zu beantworten. Mehr Wachstum und Gewinn sind für das Top-Management und die Aktionäre verlockend, aber für die Kunden, Mitarbeiter und andere Partner müssen Sie differenziertere Antworten finden, die ihrem Leben einen Sinn geben. Den Kunden besser zu dienen, scheint ein guter Grund zu sein, jeden Morgen aufzustehen.


What – Was ist der Kern der digitalen Transformation?


Oft stürzen sich Unternehmen auf eine neue Technologie wie ein neues Kundenmanagementsystem oder einen Prognoseplanungsalgorithmus mit künstlicher Intelligenz und verkünden, dies sei unsere digitale Transformation. Die digitale Technologie ist jedoch nur ein Wegbereiter für die Transformation. "Etwas Digitales zu machen" ist ein typischer Fehler, den Unternehmen machen können. Das "Was" der digitalen Transformation besteht darin, sich zu fragen, wie die Digitalisierung dazu beitragen kann, die Art und Weise, wie Sie Ihre Kunden bedienen, zu verändern. Überdenken Sie das Geschäftsmodell ausgehend von den Kundenbedürfnissen. Das Kernstück der digitalen Transformation ist ein moderneres Geschäftsmodell, was bedeutet, dass Sie sich fragen müssen, wie die Digitalisierung Ihren Kunden helfen kann.


How – Wie kommt man zu einem modernen Geschäftsmodell?


Ein wesentlicher Schritt besteht darin, zu definieren, in welchem Tempo wir das Unternehmen umgestalten wollen. Ein disruptiver Ansatz ist für traditionelle Industrieunternehmen nicht zu empfehlen. Stattdessen empfehlen wir ein schrittweises Vorgehen, bei dem Sie vielleicht damit beginnen, Teile Ihrer Organisation einzubeziehen. Das richtige Tempo hängt zum einen von Ihrem Ehrgeiz und zum anderen von den Kompetenzen in Ihrem Unternehmen ab. Wenn Sie unsicher sind, beginnen Sie besser mit einem kleinen und schnell umgesetzten Pilotprojekt. Der Anstoß für den Wandel muss in jedem von oben kommen muss. Umgestaltungen werden von oben gefordert, aber die Umsetzung ist eine gemeinsame Anstrengung der gesamten Organisation. Im komplexen Geschäftsumfeld von heute gibt es nicht nur einen Masterplan, dem alle folgen müssen, sondern ein Bündel von Aktivitäten, die zu einer gemeinsamen Vision beitragen. Die verteilten Aktivitäten können die Komplexität des Umfelds viel besser auffangen als ein Masterplan, und die Steuerung der Transformation stellt sicher, dass wir auf dem richtigen Weg bleiben. Die Reise beginnt immer beim Kunden, und das oberste Ziel der Organisation ist es, die Bedürfnisse des Kunden zu verstehen.


Fazit


Die Reise beginnt mit immer dem "Warum", und die Antwort auf diese Frage muss für alle Beteiligten einen Sinn geben. Wie dies zu bewerkstelligen ist, ist nicht nur eine Aufgabe für die oberste Führungsebene, sondern für die gesamte Organisation. Dennoch muss der Anstoß von oben kommen, und es muss eine starke Governance eingeführt werden. Was von außen als Veränderung wahrgenommen wird, ist meist die Technologie, die die Veränderung ermöglicht. Aber das ist nicht der Sinn der Veränderung. Wer neues Wachstum und Wohlstand erreichen will, muss sich auf den Weg machen. Wir ermutigen Sie dazu, Ihre eigene Reise zu definieren.





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